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Lebensgeschichte PDF Drucken E-Mail

1980-1998

Ich wurde am 12.06.1980 in Wels geboren. Meine ersten Highlights waren wohl, als ich mit 2 Jahren Ski bekam und die ersten Stürze baute. Auch sonst waren ich und meine Schwester sehr lebhaft und sportlich von meinen Eltern schwer vorbelastet. Wir durften überall hin mit, egal ob auf der Skipiste oder im Gebirge beim Bergsteigen. Von 1983-1986 besuchte ich den Kindergarten in Thalheim, anschliessend von 1986-1990 die Volksschule Thalheim.

Unsere Nachbarschaft war gesegnet mit vielen Kindern und so kam es dass wir es immer lustig hatten und viel Unfug trieben. Wir wuchsen alle gemeinsam sehr sportlich auf und deshalb konnte ich mir auch nichts anderes vorstellen als das Sportgymnasium in Wels zu besuchen. Dort lernte ich von 1990-1994 vom Geräteturnen, Leichtathletik, Langlauf, Skifahren bis zum Snowboarden einfach alles was mir so in den Sinn kam.

Ganz nebenbei fing ich 1988 im Anfängerkurs von Willi Reizelsdorfer Judo an, anfangs nur einmal pro Woche. Während der Sportgymnasiumszeit blieb auch meistens gar nicht mehr Zeit um öfter als zweimal die Woche Judo zu trainieren. Doch ich wusste bevor ich in die HTL Maschinenbau in Wels wechselte, musste ich mein Training besser organisieren.

Es war von Anfang an klar, dass ich bei einer 40 Stunden HTL-Woche nicht allzu viel Zeit für richtig professionelles Training hatte, aber ich versuchte es gut einzuteilen.

In der Zeit von 1994-1999 hatte ich so ziemlich die anstrengensten Jahre in meinem Leben. Der Tagesablauf war fest verplant mit Morgentraining von 5.30-6.30h, um dann mit dem Rad in die Schule (6km!) zu brausen. Nach einem anstrengenden Schultag der meist erst abends endete, ging`s dann ab ins Vereinstraining oder mit dem Zug nach Linz auf die Gugl ins Landeskadertraining zu Klaus Peter Stollberg.

1999-2004

Nach meinem grössten Erfolg bei den Junioren, dem U20 EM-Titel 1998, stand für mich fest nach der HTL ins Heeressportleistungszentrum zu wechseln um endlich professionelle Trainingsbedingungen vorzufinden. Am 1. Juli 1999 begann ich die vierwöchige Grundausbildung, um am 7. Juli kurze Pause zur Ablegung der HTL-Matura einzulegen.

Nachdem ich die HTL-Maschinenbau Matura sogar mit Auszeichnung geschafft hatte, war ich nun völlig frei mich ins Profileben als Sportler zu stürzen. Bei meinem Nationaltrainer Hupo Rohrauer fand ich im HSZ Südstadt optimale Trainingsbedingungen.

Das Jahr 2000 war geprägt durch den Gewichtsklassenwechsel von 52kg auf 57kg.

2001 konnte ich meinen ersten Militär-WM Titel in Rom erringen, danach erreichte ich im Jahr 2002 in Paris beim Super A-Turnier den 3.Platz. Doch leider zwang mich eine Schulteroperation zu einer längeren Verletzungspause. Nach erfolgreicher Physiotherapie und gutem Aufbautraining konnte ich bei meinem Comeback den Militär-WM Titel in Peking verteidigen.

Den Militärtitel konnte ich mir bis 2006 nun schon 5x sichern. Im Jahr 2003 holte ich meine 1. EM Medaille (3.Platz). Beim Surfurlaub auf Hawaii schnitt ich mir den Oberschenkel auf und bekam einen "Gratisflug" mit einem "Black Hawk" ins Honolulu Hospital. Ende des Jahres stand nochmals eine Schulter OP an, weil eine Schraube abgebrochen war und sich in der Gelenkskapsel verspiesste.

Das Jahr 2004 war wohl das Unglücklichste in meinem ganzen Leben. Nach einem Bandscheibenvorfall beim 1. Weltcup in Leonding, konnte ich keine Punkte mehr für die Europarangliste sammeln und verpasste die Olympiaqualifikation um 11 Punkte. Obwohl ich Anfang des Jahres an 2. Stelle lag, rutschte ich noch an den 6. Platz zurück, um einen Platz an der Quali vorbei. Das Jahr war dann mit einem Nierenstein vor der EM und einem Mountainbikeunfall im August (mit dem Gesicht durch die Heckscheibe eines Autos) am absoluten Tiefpunkt. Zur Ablenkung machte ich meinen Traum vom Fliegen wahr und absolvierte die Ausbildung zum Privatpiloten. Ausserdem übersiedelte ich ins HLSZ Linz/Gugl und konnte somit wieder mehr zu Hause im eigenen Verein trainieren. Die Nähe zur Familie und Freunden gab mir wieder neue Kraft und Motivation.

2005-2008

Der Start ins Jahr 2005 gelang fabelhaft, nach Weltcupsiegen in Sofia und Leonding, schaffte ich bei der EM und der WM die Bronzemedaille. Am Ende des Jahres holte ich auch den 3. Platz beim traditionellen Fukuoka Turnier. Somit wurde meine Hartnäckigkeit und Ausdauer belohnt, all die schlimmen Monate von 2004 waren vergessen. Im Leben gleicht sich eben alles wieder aus. 2006 durfte ich das grösste und schönste Superweltcupturnier in Paris-Bercy gewinnen. Ein absolut geniales und unbeschreibliches Gefühl vor einer Kulisse von über 12.000 Zuschauern. Kurz übernahm ich auch die Führung in der Weltrangliste, ehe sie mir wieder von der konstanten Nr.1, der deutschen Olympaisiegerin Yvonne Bönisch abgeluchst wurde. Es folgte der Sieg beim Super-WC in Hamburg und ein 2.Platz beim Super-WC in Moskau. Bei der EM in Tampere erreichte ich wieder den 3.Platz.

Ende des Jahres war die Militär-WM in Vinkovci äusserst erfolgreich für uns. Nicht nur wurden wir mit der Damenmannschaft 2., sondern wir kämpften auch 4 Militär-WM Titel nach Hause.
Im Jahr 2007 konnte ich in Wien beim Heimweltcup, in Hamburg beim Super Weltcup, sowie bei der EM in Belgrad und dem Weltcup in Lissabon die Bronzemedaille gewinnen. Die WM in Rio de Janeiro stand ganz im Zeichen der möglichen Olympiaqualifikation. Aufgrund einiger Schwierigkeiten mit dem Nationaltrainer befand ich mich leider nicht in der ausgeglichensten Topform die ich mir wünschte und verlor in der 1. Runde gegen die Olympiasiegerin Fernandez und in der Trostrunde gegen Gravenstein. Aufgrund des Superweltcupsieges von Moskau hatte ich aber immerhin schon eine sehr gute Ausgangsposition im „Olympic Ranking“. Zum Abschluss durfte ich noch nach Indien und gewann dort die Militär-Weltspiele.
Nach viel neuem „technischem Input“ unseres neuen Nationaltrainers Udo Quellmalz (Olympiasieger und zweifacher Weltmeister), der mich mit seiner bescheidenen, ruhigen und sehr ausgeglichenen Art wieder auf den Erfolgsweg zurückbrachte, startete ich sehr zuversichtlich ins Jahr 2008. Nach einem 2. Platz in Sofia und dem Sieg in Paris-Bercy stand ich nun auch im „World Ranking“ ganz oben und blicke zuversichtlich Richtung Peking. Zuvor gibt’s aber noch viel zu trainieren, und zu verbessern. Die EM in Lissabon anschliessend ein Höhentrainingslager und wie immer für den technischen Feinschliff ein Japantraining stehen am Programm.
Um am 11.8.2008 in Peking tiptop, ohne Verletzung und hungrig auf eine Medaille an den Start gehen zu können muss eben alles „rund“ laufen, dafür werde ich alles geben.

"Kurz und bündig"

 

1986-1990: VS Thalheim

1988: Judo Anfängerkurs LZ Multikraft Wels bei Willi Reizelsdorfer

1990-1994: Sportgymnasium Wels Wallererstrasse

1994-1999: HTL Maschinenbau Wels

2004: PPL-Privatpilotenschein

01.07.1999-10.08.1999: Grundausbildung Mistelbach, Wr. Neustadt

01.07.1999-01.10.2004: Heeressportleistungszentrum Südstadt

01.10.2004-jetzt: Heeressportleistungszentrum Gugl/Linz

 

Verletzungen

1996: linke Schulterlux + Oberarmbruch, OP

1997: Seitenbandriss rechter Ellbogen

2002: rechte Schulter Kapsel,- Bandruptur; OP

2003: Oktober: Surfunfall Hawaii Oberschenkel Muskel zerschnitten

2003: November: OP Schulter

2004: Februar: Bandscheibenvorfall HW

2004: August: MTB Unfall Gesicht zerschnitten